Fristenlösung muss unangetastet bleiben!

Behindertenrat setzt sich für die Selbstbestimmung von Frauen und gegen die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen ein.

Österreichischer Behindertenrat
Österreichischer Behindertenrat

Der Österreichische Behindertenrat ist für die Fristenlösung und gegen ein Verbot von Spätabbrüchen. Die österreichische Gesetzgebung zu Schwangerschaftsabbrüchen muss jedoch modernisiert werden.

Der Österreichische Behindertenrat fordert, dass ein Abbruch nicht mehr aufgrund einer potentiellen Behinderung des Ungeborenen vorgenommen wird, sondern aufgrund einer medizinisch-sozialen Indikation der schwangeren Frau. Als medizinisch-soziale Indikation wird, in Anlehnung an Deutschland, die Gefährdung der physischen und psychischen Gesundheit der Frau verstanden.

Ein Schwangerschaftsabbruch über den dritten Monat hinaus ist in Österreich straffrei, wenn „eine ernste Gefahr besteht, dass das Kind geistig oder körperlich schwer geschädigt sein werde“ (§ 97 StGB).

Die durch den Gesetzgeber vorgenommene Differenzierung von Ungeborenen mit Behinderungen und Ungeborenen ohne Behinderungen ist diskriminierend, wie der UN-Ausschuss über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in der Staatenprüfung Österreichs 2013 feststellte.

Wird das Gesetz, wie vom Österreichischen Behindertenrat gefordert, verändert, sind nach wie vor Spätabbrüche aus medizinisch-sozialer Indikation möglich. Die diskriminierende embryopathische Indikation würde jedoch wegfallen.

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3 Kommentare

  • Danke für diesen Artikel. Ich kenne eine Frau, die sich bewusst entschieden hat, ein kind mit down Syndrom zur Welt zu bringen. Der Druck, doch vernünftig zu sein, dem diese Frau ausgesetzt war, war unvorstellbar. Ne erst danach! Wenn sie einmal Hilfe gebraucht hätte, war die Reaktion meisten“ du hast es doch so gewollt. Jetzt schau, wie du damit fertig wirst.“ Eigenverantwortung war die Devise. Entsetzlich.und genau deswegen kann ich diese Argumente nicht mehr hören.

  • Es wäre besser, wenn der sog. Behindertenrat zu Themen, von denen er wenig bis keine Ahnung hat, schweigt.
    Diese Artikel ist einfach peinlich.

    • …was ist an dem Artikel bitte peinlich?

      Ich denke zwar, dass sich bei der vorgesehenen Regelung des Österr. Behindertenrates nur „die Farbe des Mascherls“ ändern würde, aber nicht die Tatsache, dass vermeintlich behinderte Kinder abgetrieben werden. Trotzdem macht es für mich einen Unterschied und entspräche diese Regelung eher der UN-BRK.