Königsberger-Ludwig: Menschen nicht auf ihre Behinderungen reduzieren

Bilder in Medien beeinflussen Bewusstsein

Ulrike Königsberger-Ludwig
SPÖ

In der Nationalratssitzung am 7. Juni 2017 setzt sich Abgeordnete und SPÖ-Sprecherin für Menschen mit Behinderung, Ulrike Königsberger-Ludwig, mit der Darstellung von Menschen mit Behinderung in Medien auseinander. Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans wird die Bundesregierung aufgefordert, Maßnahmen in diesem Bereich umzusetzen.

„Oft wird in Medien davon geschrieben, dass Menschen an den Rollstuhl gefesselt sind oder auch davon, dass sie tapfer ihr Leben meistern. Das ist diskriminierend“, erklärt die Abgeordnete. 

Mit diesen Aussagen werden Menschen oft nur auf ihre Behinderungen reduziert. Sie werden leidend oder hilfsbedürftig oder als Heldinnen und Helden dargestellt. „Das ist jedoch diskriminierend und verhindert auch die Inklusion, weil die Bilder, die in den Medien gebracht werden, unser Bewusstsein beeinflussen“, führt Königsberger-Ludwig aus und sieht Medien daher auch in der Verantwortung mitzuhelfen, Menschen nicht nur auf ihre Behinderungen zu reduzieren, sondern auch ihre Stärken aufzuzeigen.

Gestützt wird dies auch durch eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe im Bundeskanzleramt. Diese gab eine Studie in Auftrag, die zum Schluss kommt, dass es einen Paradigmenwechsel in der Darstellung von Menschen mit Behinderungen braucht.

Königsberger-Ludwig setzte sich außerdem dafür ein, den Antrag der Grünen Abgeordneten Jarmer – Betroffene selbst sollen VertreterInnen von Menschen mit Behinderung im ORF-Publikumsrat werden – zu unterstützen; der Antrag konnte erfreulicherweise einstimmig beschlossen werden. 

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