Licht ins Dunkel präsentiert Jubiläumsfonds zur Förderung inklusiver Projekte

Am 9. Mai 2022 fand ein Pressegespräch statt, um 50 Jahre Licht ins Dunkel zu feiern. Anlässlich dieses Jubiläums wurde auch ein Jubiläumsfonds für inklusive Projekte präsentiert.

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BIZEPS

Beim Pressegespräch zum 50. Jubiläum von Licht ins Dunkel blickte man nicht nur auf erfolgreiche Spendenaktionen zurück oder auf die gute Zusammenarbeit mit dem ORF, sondern warf auch einen Blick in die Zukunft und auf mögliche Veränderungen.

Liebgewonnenes wie z.B. das Friedenslicht oder die Weihnachtsaktion zum 24. Dezember wolle man beibehalten, so der Tenor. Aber auch Neues, wie z.B. den Herbert-Pichler-Inklusions-Medienpreis, der Anfang April 2022 erstmals verliehen wurde, gibt es.

Inklusion vorantreiben mit gezielter Projektförderung

„Fürchte dich nicht vor Veränderung, fürchte dich vor Stillstand“, mit diesen Worten leitete der Licht ins Dunkel-Vizepräsident und Präsident der Lebenshilfe Österreich Germain Weber seine Vorstellung des neu eingerichteten Jubiläumsfonds ein. Die Gesellschaft habe sich weiterentwickelt, heute sei die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wichtig und das Ziel, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können.

Um diese Teilhabe zu fördern, hat Licht ins Dunkel einen Fonds für inklusive Leuchtturm-Projekte ins Leben gerufen.

Dieser enthält ein zusätzliches Spendenvolumen von 10 Millionen Euro und ist zur gezielten Projektförderung gedacht. Gefördert werden sollen Sozialraumprojekte für Menschen mit Behinderungen oder sozial benachteiligte Menschen. Diese Projekte sollen den Fokus auf Inklusion haben.

Auch neu ist, dass die Projekte nicht nur einmalig gefördert werden, sondern über einen längeren Zeitraum. Eingereicht werden kann vom 9. Mai 2022 bis 15. August 2022. Ein interdisziplinärer Beirat, bestehend aus Personen der Wissenschaft, Medizin und Politik soll, gemeinsam mit dem Vorstand, die Projekte bewerten.

Dr. Susanne Schwab von der Uni Wien ist Mitglied des Beirates. Sie nimmt in ihrer Stellungnahme auf die Bedeutung von Inklusion Bezug. „Teilhabe meint nicht nur ‚dabeisein‘, sondern es geht um Selbstbestimmung und aktive Mitbestimmung.“

Der Jubiläumsfonds will genau dort ansetzen und Projekte unterstützen, die langfristig Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglichen.

Ein neuer Ansatz?

  • Ist dieser Jubiläumsfonds wirklich wie angekündigt ein neuer Ansatz, der übers bloße Spenden hinausgeht oder einfach nur eine neue Art der Spendenverteilung?
  • Werden Projekte gefördert, die tatsächlich Inklusion vorantreiben, indem sie z.B. von Menschen mit Behinderungen und nicht nur für diese gestaltet werden?

Ob der neue Fonds tatsächlich ein erster Schritt in eine neue Richtung ist, wird die Zukunft zeigen.

Alle Informationen zur Einreichung für eine Förderung aus dem Jubiläumsfonds finden Sie auf der Internetseite von Licht ins Dunkel.

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3 Kommentare

  • Die Vertretung von Menschen mit Behinderungen, nominiert vom Österreichischen Behindertenrat, im „interdisziplinären Beirat“ wäre ein INKLUSIVER und PARTIZIPATIVER Ansatz gewesen.

    • Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Es klingt verdächtig nach Umverteilung von Spenden an die Träger der Behindertenhilfe, die da ihre Projekte einreichen, die das Etikett „inklusiv“ bekommen, aber im Wesentlichen Arbeitsbeschaffung für nicht behinderte Sozialpädagog_inen sind, wärend die Menschen mit Behinderung weiter für ein Taschengeld in den jeweiligen Werkstätten derselben Träger arbeiten.

    • Ich teile leider deine Befürchtungen vollinhaltlich, Barbara! Auch die Zusammensetzung des sog. Beirates kommt mir „verdächtig“ vor.
      Gerne lasse ich mich aber von etwas Fortschrittlichem überraschen. In Deutschland geht es ja anscheinend auch mit der „Aktion Mensch“.