NEOS: Zweiter Lift am Reumannplatz ist möglich

Christine Hahn, Klubobfrau der NEOS Favoriten, ist davon überzeugt, dass sehr wohl Platz für den lange geforderten zweiten Lift für die U1 Station Reumannplatz wäre.

Bettina Emmerling, Abgeordnete und Christine Hahn, Klubvorsitzende Favoriten, NEOS
NEOS

Schon länger setzen sich die NEOS für den Bau eines zweiten Liftes in der U1 Station Reumannplatz ein. Im Februar 2019 stellten Christine Hahn, Klubobfrau der NEOS Favoriten, und Bezirksrat Roman Sonderer (NEOS) einen entsprechenden Antrag. Dieser wurde einstimmig beschlossen und der Verkehrskommission des Bezirks zugewiesen.

In der Bezirksvertretungssitzung am 11. Dezember 2019 hätten sich alle Parteien mit Ausnahme der SPÖ für einen zweiten Lift ausgesprochen. „Die Wiener Linien sehen weiterhin keine Möglichkeit für die rund 60.000 täglichen U-Bahnpassagiere eine Lösung zu finden“, zeigt sich Christine Hahn enttäuscht.

Landtagsabgeordnete Bettina Emmerling und Christine Hahn lassen aber nicht locker und verweisen laufend auf die Notwendigkeit eines zweiten Liftes.

„Unser Anliegen wird quer durch den Bezirk unterstützt und auch die anderen Fraktionen im Bezirk sind für einen zweiten Aufzug“, sagt Hahn und klagt weiter: „Wer uns jedoch ständig einen Strich durch die Rechnung macht, sind die Wiener Linien.“

Die Wiener Linien argumentieren, dass die Bauweise der Station keinen zweiten Lift zulassen würde. Als Gründe werden zum Beispiel der schmale Bahnsteig, die fehlenden Fluchtwege und die darüber liegenden Straßenbahngleise genannt. Die NEOS sind da anderer Meinung.

Bau eines zweiten Lifts stellt kein Problem dar

Davon ist Christine Hahn überzeugt, denn man habe die Möglichkeiten überprüft und folgendes festgestellt:

  • Mit der Einstellung der Linie 67 befindet sich am Reumannplatz, Höhe Buchengasse ein ausreichend großer Bereich für einen Aufzug.
  • Beim oben erwähnten Standort wäre der Lift immer noch 40 Meter vom Bahnsteigaufgang entfernt, wodurch ein ausreichender Fluchtweg vorhanden wäre.
  • Der Bahnsteig sei zudem breit genug. In der Station Kepplerplatz sei er schmäler. Trotzdem befindet sich dort der Lift direkt in der Mitte des Bahnsteigs.

„Es stimmt vielleicht, dass ein zweiter Lift in der Station kein leichtes Unterfangen ist. Möglich ist es aber allemal“, so Christine Hahn.

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6 Kommentare

  • Ein zweiter Lift ist nicht die Lösung des eigentlichen Problems. Das besteht nämlich darin, dass v.a. (!) im 10. Bezirk meiner Meinung nach unglaublich viele geh- und bewegungsfaule Leute leben. Wenn man sich nämlich mal anschaut wer neben Müttern mit Kinderwagen und Älteren sehr ausgiebig besagten Lift benutzt sind das überwiegend Gehfaule und Übergewichtige die sich keinen Zentimeter zu viel oder zu schnell bewegen. Die Folge ist, dass Personen die den Lift wirklich brauchen regelmäßig warten müssen und sich ein Stau Richtung Bahnsteig bildet. Gleiches Problem wie bei der Rolltreppe. Bei dem Level von social awareness im Sinne von schauen was um sich herum passiert ist da der Zug im wahrsten Sinne des Wortes abgefahren, dass ein zweiter Lift etwas bringt.
    Wird der noch dazu in die Bahnsteigmitte gesetzt, besteht die Gefahr, dass die Hälfte der Leute bei dem extremen Verkehrsaufkommen am Reumannplatz Richtung Gleise (ab)gedrängt werden. Am Keplerplatz ist das kein Problem, weil das eine Zwischenstation und kein Hauptumschlagplatz ist. Daran haben die NEOS wohl nicht gedacht.

  • Die Forderung nach einem Lift am Reumannplatz gibt es schon seitdem der andere Lift in Betrieb ist. Was mich jetzt verwundert, dass trotz großen Umbau – der nicht wirklich barrierefrei ist (Zwischenpodeste mit Stufen und keine Rampe in Sicht) – wieder kein Lift eingebaut wurde.

  • @Rolli
    Lieber Rolli, wenn der Lift mit Eurokey ausgestattet werden sollte, können Mütter mit Kinderwägen und gehbehinderte ältere Menschen den Lift nicht benützen. Ich weiß nicht, ob der Vorschlag wirklich eine optimal Lösung für alle Menschen ist, die ihn tatsächlich auch brauchen?

  • Der zweite Lift muss mit Eurokey sein und dann muss allen Leuten, die keine Stühler sind, die Eurokeys weggenommen werden.

  • Ja, natürlich wäre ein zweiter Aufzug beim Reumannplatz U1 sinnvoll. Ebenso ein zweiter Aufzug beim Stephansplatz U3. Und die Situation bei der U4 Pilgramgasse stadteinwärts (kein Aufzug für die nächsten 7 Jahre) ist schlichtweg gesagt eine Frechheit. ABER: Liebe Peers, vielleicht denken wir mal über unseren eigenen Tellerrand hinaus. Und zwar an die jenigen von uns, die dazu gezwungen werden in Alten- und Pflegeheimen bzw. Großinstitutionen im Behindertenbereich zu leben. De-Institutionalisierung hieß früher einmal ein Hauptziel unserer Bewegung. Es hat sich klar gezeigt, dass der politische Verhandlungsweg allein (die letzten Jahrzehnte) nicht ausreicht. Es braucht mehr Aufschrei und Unterstützung duch die Zivilgesellschaft. Freilich ist es dazu notwendig, dass wir uns aufraffen, zusammenreden, solidarisieren und aktiv werden. Wenn wir an unsere Peers in den Bettenburgen und die dortigen (alltäglichen und aufgrund der Coronakrise zugespitzten) Menschenrechtsverletzungen denken, dann ist ein zweiter Aufzug am Reumannplatz wahrlich ein Luxusproblem.

    • Selbstverständlich haben sie Recht mit ihren Bedenken. Und Krisen wie die #Covid19-Krise zeigen das sehr deutlich! Ich denke aber, es sollte ein „sowohl als auch“ geben, das wird unserer Gesellschaft mehr helfen.