Buch über Macht und Gewalt in der Behindertenhilfe

Das Buch umfasst 148 Seiten, ist unter der ISBN 978-3-7799-3946-7 im BELTZ Verlag erschienen und kostet 16,95 Euro.

Buch: Macht und Gewalt – Tabuisierte Realitäten in der Behindertenhilfe
Beltz Juventa

„Macht und Gewalt – Tabuisierte Realitäten in der Behindertenhilfe“, so lautet der Titel eines neuen Buches von Udo Sierck, das vor kurzem erschienen ist und sich mit den Strukturen der Behindertenhilfe in Deutschland zehn Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland befasst.

„Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 ist der Eindruck entstanden, Menschenrechtsverletzungen gehörten der Vergangenheit an. Aber pflegeabhängige, behinderte oder psychiatrieerfahrene Personen erleben die Kehrseiten der Fürsorge: Strukturen der Macht produzieren Anpassungszwänge, Abhängigkeitsverhältnisse beinhalten Formen von Gewalt: Fixierungen, sexueller Missbrauch oder subtile Erniedrigungen sind Realitäten, die fälschlicherweise bei Bekanntwerden als Einzelfalldelikte wahrgenommen werden. Das Buch bietet überfällige Aufklärung und Vorschläge für Lösungen und Prävention“, heißt es in der Ankündigung des neuen Buches von Udo Sierck.

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7 Kommentare

  • Möchte anonym bleiben, da ich sonst wieder eine Rüge erhalten könnte, wenn ich Tatsachen veröffentliche, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen dürfen.Deshalb bin ich sehr dankbar darüber, dass endlich jemand den Mut findet, über himmelschreiende zutiefst menschenverachtende Behandlungs- und Vorgehensweisen gegenüber Behinderten, die nicht länger bereit sind, sich einem System der Unterdrückung und Entpersonalisierung zu unterwerfen!
    Wer es wagt, darauf hinzuweisen, wird von diesem etablierten „Helfersystem“ ausgeschlossen und kann mit keinerlei Unterstützung mehr rechen!
    Auf diese Weise wird in einem angeblich demokratischen Rechtstaat die Abhängigkeit und Entmündigung hilfsbedürfter Menschen vorangetrieben!

    „Hilfe“ erhält nur jemand, der seine Person ablegt!!!

  • Freuen uns sehr, dass über diese tabuisierte Themathik „Macht und Gewalt gegenüber behinderten und deren Angehörigen“ in Deutschland herausgegeben wird.
    Es wäre höchst an der Zeit, dass auch in Österreich die zum Himmel schreienden Machenschaften innerhalb von Behinderteneinrichtungen, die mit Behörden engstens zusammenarbeiten und von den Ländern abgesegnet werden in einem Buch veröffentlicht werden, damit die Aussenwelt nicht länger getäuscht und geblöfft werden kann!
    Was den Rechtsbeistand bei schwersten Menschenrechtsverletzungen angeht, so hat man von Volksanwaltschaft und dergleichen mehr nichts zu erwarten!
    Ja, man hat den Eindruck, dass diese sogenannten, unabhängigen Stellen dieses menschenverachtende „Helfer- System“ noch stützen!
    Behinderte, die sich keinen privaten Rechtsbeistand leisten können, sind ohnmächtig!!

  • Alle unsere Sozialgesetze basieren auf dem Prinzip der entmündigen Rundumfürsorge. Somit wird jeder/jedem Hilfeempfänger(in) die menschliche Würde entzogen,die eigentlich im Grundgesetz verankert ist.Nur noch Regelsatzlisten bestimmen die Lebensgestaltung.Diese Tatsache ist so offensichtlich,daß sie kaum beachtung findet.Sollte ich von starker juristischer Seite aus einmal Hilfe bekommen,würde ich gerne deswegen vor das Verfassungsgericht ziehen.Bitte kontaktieren Sie mich per Mail

  • Zu Marianne Meissl:
    Ich halte nichts davon, wenn sich Randgruppen gegenseitig neidig sind. Es wäre genug für alle da, wenn die Politik soziale Schwerpunkte setzen würde.
    Und soweit ich es verstehe, wird Frau Anneliese Loitzl von boshaften WohnungseigentümerInnen geknechtet. Ich denke der Behindertenanwalt soll im Fall von Frau Loitzl eine Mediation mit den WohnungseigentümerInnen versuchen. Zu irgendwas muss dieses Amt ja gut sein.

  • Wir machen uns mitschuldig, wenn wir mitmachen.
    Wir machen uns mitschuldig, wenn wir wegsehen.
    Wir machen uns mitschuldig, wenn wir schweigen.
    Ab heute machen wir es anders …

  • Nicht nur in Deutschland ist es so, auch in Österreich. Bin selbst durch eine seltene Autoimmunerkrankung betroffen und erlebte/erlebe seit einem Jahr, Diskriminierung, Mobbing und verbalen Verletzungen , wie Menschen sein können. Habe zb ein Per-Mobil bekommen, das wurde so eingeparkt, das ich nicht wegfahren konnte.Polizei wollte helfen, ist aber Machtlos, da es ein Gemeinschaftsgrundstück ist. Wohne seit 50 Jahre in diesem Haus, mit noch 5 Wohnungsbesitzer, zwei Eigentümer nützen ihre Wohnung als Zweitwohnsitz, da habe ich keine Chancen, nicht einmal die Hausverwaltung oder der Steirische Behinderten Anwalt, konnten etwas erreichen. Jetzt musste ich bei Gericht einen Antrag auf einen fixen Parkplatz einreichen, ist mit enormen Kosten verbunden, da die Zweitwohnbesitzer einen Anwalt aus Wien namen, die Verhandlung wird Vorort statt finden. Habe nur eine kleine Pension und weiß nicht wie ich das alles bezahlen soll. Kann mit normalem Rollstuhl nicht alleine fahren (80% Behinderung), mit dem Per-Mobil könnte ich auch abends einmal ein Selbstbestimmtes Leben führen und zu einem Vortrag oder Konzert fahren, leider wird das durch Dauerparken verhindert obwohl das die Zufahrt zur Haustür ist. Es ist nur noch traurig, wie Menschen in ihrer Selbstgefälligkeit immer mehr verrohen, aber wehe es würde sie betreffen.
    Lg. Anneliese Loitzl

    • Die Namen :Behindertenanwalt,Volksanwaltschaft,Bürgeranwalt ….sind eigentlich irreführende Bezeichnungen.
      Da denken Menschen mit Behinderung,daß sie dort anwaltliche „Hilfe“bekommen würden. Haben sie doch aufgrund ihrer Behinderung oft selber nicht die finanziellen Mitteln dazu.
      Fast alle unserer „Hilfsorganisationen“ und NGOs bieten jedoch anwaltliche Hilfe gratis den „neuen“ Schutzbedürftigen des Landes an . Da stimmt so einiges nicht in unserem Rechtsstaat und einem der angeblich reichsten Ländern der Welt.
      Behinderte Menschen zählen nicht zu den „Schutzbedürftigen“ mit Anspruch auf gratis Rechtsvertretung seitens der Ärtzte ohne Grenzen,Open Arms,und sonstiger „Weltenretter“………
      Pass wegschmeissen,auf ein Schlauchboot auf die Donau setzen und sich retten lassen –
      vielleicht klappts dann mit den Menschenrechten für ALLE !
      Und abermals will ich hier keine Menschengruppe gegen die andere ausspielen; nur fällt das inzwischen doch vielen als einigermaßen seltsam auf wofür sich die „Gutmenschen“ so einsetzten im schönen Österreich.