Oberösterreich: Menschen mit Behinderung auf dem Abstellgleis?

Plattform für bedarfsgerechte Persönliche Assistenz in Oberösterreich fordert bei Podiumsdiskussion am 30. November 2016 Selbstbestimmung statt Wartelisten

Plattform für bedarfsgerechte Persönliche Assistenz in Oberösterreich
Plattform für bedarfsgerechte Persönliche Assistenz in Oberösterreich

Tausende Menschen mit Behinderung warten in Oberösterreich seit Jahren vergeblich auf Persönliche Assistenz, auf mobile Betreuung, einen Wohnplatz oder eine andere Leistung nach dem oberösterreichischen Chancengleichheitsgesetz.

Dies vor allem, weil die vom Land OÖ budgetierten Mittel zur Bedarfsdeckung bei weitem nicht ausreichen, erfährt man von der Plattform für bedarfsgerechte Persönliche Assistenz in Oberösterreich.

Derzeit sollen in Oberösterreich bereits über 3.400 Menschen mit Behinderung auf einen Wohnplatz, mehr als 1.500 Menschen auf eine mobile Betreuung und mehr als 300 Menschen auf Persönliche Assistenz warten.

Situation ist katastrophal

„Diese Situation ist katastrophal, weil für viele Menschen mit Behinderung Leistungen wie Persönliche Assistenz die Grundvoraussetzung sind, um überhaupt ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben führen zu können“, meint Karin Holzmann von der Plattform.

Trotz vieler Protestaktionen seit 2014 und der Übergabe einer Petition mit mehr als 16.000 Unterschriften an den Petitionsausschuss des Landes Oberösterreich, hat sich an der Situation noch immer nichts Gravierendes verändert.

Viele Menschen mit Behinderung stehen nach wie vor auf langen Wartelisten ohne Aussicht auf den Erhalt von Leistungen, die sie dringend benötigen – gibt die Plattform bekannt.

Podiumsdiskussion am 30. November 2016

Um in der Öffentlichkeit verstärkt auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Oberösterreich aufmerksam zu machen und mögliche Lösungen gegenüber der Politik anzuregen und einzufordern, lädt die Plattform „Bedarfsgerechte Persönliche Assistenz in OÖ“ am 30. November 2016 um 17 Uhr in der Arbeiterkammer in Linz (Volksgartenstraße 40) zur Podiumsdiskussion „Selbstbestimmung statt Wartelisten! – Menschen mit Behinderung auf dem Abstellgleis?“

Am Podium vertreten sind: LAbg. Mag. Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer (in Vertretung des LH Dr. Josef Pühringer), Alfred Prantl (Obmann der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung), Karin Holzmann (Obfrau der Selbstbestimmt-Leben-Initiative OÖ), Gunther Trübswasser (SOS Menschenrechte), Dr. Christian Schober (Wirtschaftsuniversität Wien)

Gebärdendolmetschung ist vorhanden! Der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist frei!

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2 Kommentare

  • Danke Hr. Ladstätter für den interessanten Artikel. Ich denke mir, die Problematik liegt in der Doppelgleisigkeit der Geldverteilung. Großeinrichtungen werden noch immer massiv mit Geldleistungen unterstützt. Das hält ein veraltetes Versorgungssystem und Heimunterbringung aufrecht….Gibt es auch Fakten und Zahlen für Kärnten?