Michael Svoboda zum Präsidenten des Österreichischen Behindertenrates gewählt

Der Weg von Herbert Pichler wird inhaltlich fortgesetzt

Michael Svoboda
ÖBR / Lukas Ilgner

Am 25. November 2021 fand der Delegiertentag des Österreichischen Behindertenrates statt, diesmal in virtueller Form.

Nach dem tragischen Unfalltod von Herbert Pichler im Frühjahr 2021 übernahm Mag. Michael Svoboda (Präsident des KOBV) als kooptierter Präsident, nun wurde er von den Mitgliedsorganisationen zum Präsidenten des Österreichischen Behindertenrates gewählt.

Herbert Pichler
Herbert Pichler

Einen wichtigen Teil des Delegiertentages machte das Gedenken an den verstorbenen Präsidenten Herbert Pichler aus. Es wurde gemeinsam daran erinnert, dass er sich als Präsident für alle Menschen mit Behinderungen einsetzte.

Ein besonderes Anliegen waren für ihn jene, die keine große Lobby haben: Menschen mit Lernschwierigkeiten, Menschen mit psychischen Erkrankungen, Frauen mit Behinderungen, gehörlose Menschen, taubblinde Menschen.

Mag. Michael Svoboda bekräftigte als Präsident den Weg von Herbert Pichler fortführen zu wollen. 

„Wir als die Gemeinschaft der Behindertenorganisationen werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass es Menschen mit Behinderungen in Österreich künftig besser geht“, so Präsident Svoboda bei seiner Schlussansprache.

Das Präsidium des Österreichischen Behindertenrates besteht nun aus:

Präsident: Michael Svoboda (KOBV)

1. Vizepräsident: Klaus Widl (CBMF)
2. Vizepräsident Erich Schmid (BSVÖ)
3. Vizepräsidentin: Markus Neuherz (Lebenshilfe)
4. Vizepräsidentin: Eva Leutner, MAS (pro mente Austria)
5. Vizepräsidentin: Roswitha Schachinger (WAG Assistenzgenossenschaft)
6. Vizepräsident: Rudolf Kravanja (ÖZIV)

Kassier: Franz Groschan (KOBV) / Kassier Stellvertretung: Christina Schneyder (dabei-austria)

Schriftführerin: Silvia Kunz (BBRZ) / Schriftführerin Stellvertretung: Johanna Pisecky (Diakonie)

Selbstvertreter: Andreas Zehetner (Forum Selbstvertretung)

Ehrenpräsident: Klaus Voget

Mit Roswitha Schachinger von der WAG Assistenzgenossenschaft ist erstmals auch eine Vertreterin der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung Teil des Präsidiums des Österreichischen Behindertenrates.

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4 Kommentare

  • Ich frage hiermit öffentlich die WAG: Warum wurde der Schritt, im Behindertenrat nun vertreten zu sein, nicht mit den Genossenschafter:innen des WAG vorab diskutiert?! Und warum erfahren die WAG Genossenschafter:innen diesen Umstand nicht vorab von der WAG selbst? Es gibt ja vielleicht auch Gründe die dafür sprechen, als Selbstbestimmt-Leben-Organisation dem Behindertenrat NICHT anzugehören. Da der Behindertenrat politisch nicht unabhängig ist und da etliche Trägervereine Mitglieder sind, die Einrichtungen betreiben, die mit Grundsätzen der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung nicht vereinbar sind.

    • Hallo,

      1. Hier wirst du die WAG vermutlich nicht erreichen, daher stellst du deine Fragen besser direkt an die WAG
      2. Der Beitritt zum Österreichischen Behindertenrat hat mit dieser Meldung ja nicht wirklich etwas zu tun. Die WAG ist schon seit November 2020 Partner des Behindertenrats.

  • Gab es dazu eine Diskussion bzw Abstimmung unter den WAG-Genossenschafts-Mitgliedern?
    Wurden diese in einem Schreiben wenigstens vorher in Kenntnis gesetzt?
    (sarc)

    • Das müsstest du die WAG fragen, ich weiß jetzt aber auch nicht, worüber genau du in Kenntnis gesetzt werden bzw. abstimmen willst.