Bewohnervertretung macht Druck, um Situation im Konradinum zu verbessern
Die BewohnervertreterInnen sind beim Verein VertretungsNetz angestellt, arbeiten im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz und vertreten seit dem Jahr 2005 Menschen …
Harte und monatelange Überzeugungsarbeit dürfte nun doch noch erfolgreich gewesen sein. Der Salzburger Landtag beschloss einstimmig eine Weichenstellung.
Eines der unsäglichsten Behindertenheime Österreichs – das vom Land Salzburg betriebene Konradinum – wird nun Geschichte. Am 25. Mai 2016 stand ein SPÖ-Antrag zum Konradinum auf der Tagesordnung. Der nachfolgende Beschluss wird weitreichende Folgen haben. (siehe auch Aussendung der Salzburger Landeskorrespondenz sowie Video der Sitzung)
„Ich bin gerade aus dem Landtagsausschuss zum Konradinum zurückgekommen und freue mich, dass meine Vorschläge einstimmig angenommen wurden!
Ich freue mich, dass dieses Projekt nun gemeinsam mit meinem Regierungskollegen Christian Stoeckl in Umsetzung gebracht werden kann„, hielt der Salzburger Soziallandesrat, Heinrich Schellhorn, (GRÜNE) zufrieden auf Facebook fest.
Ähnlich äußerst sich die Oppositionspolitikerin und eine der Antragstellerinnen, Ingrid Riezler (SPÖ), gegenüber BIZEPS: „Ich bin froh, dass der Druck von Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft wirklich bewirkt hat, dass mit externer Unterstützung Betreuung und Begleitung auf den aktuellen Stand gebracht wird. Der Neubau wird hoffentlich so schnell als möglich umgesetzt werden.“
„Ein Neubau allein würde allerdings die Situation der Bewohner und Bewohnerinnen nur zum Teil verbessern. Benötigt werden zusätzlich ein zeitgemäßes Betreuungs- und Beschäftigungskonzept“, hält die Grüne Inklusionssprecherin, LAbg. Kimbie Humer-Vogl, in einer Aussendung fest und ergänzt: Mitbeschlossen wurde auch eine Trennung von Wohnen und Tagesstruktur.
„Bis der Neubau fertig ist, soll es aber auch für die Bewohner im bestehenden Konradinum Verbesserungen geben“, berichtet der ORF.
Die Volksanwaltschaft hatte schon im Oktober 2015 im „Konradinum“ – einer Wohn- und Tagesheimstätte für Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen in Eugendorf/Salzburg – schwere Missstände festgestellt.
Die Intim- und Privatsphäre wird laut Volksanwaltschaft eklatant verletzt. Das Gebäude ist nicht barrierefrei und stark überbelegt. Betten stehen auf den Gängen, es gebe keine Geschlechtertrennung. Es gibt keine Förderpläne und unzulässige Dauermedikation ist an der Tagesordnung.
Das Land Salzburg ignorierte Beurteilungen des Gerichts zu den Zuständen im Behindertenheim Konradinum und es gab daher sogar schon Gerichtsbeschlüsse. Doch das Land Salzburg bestritt zuerst die Vorwürfe und reagierte lange Zeit nicht auf die Kritik. Nun dürfte eine Weichenstellung erfolgt sein.
Die BewohnervertreterInnen sind beim Verein VertretungsNetz angestellt, arbeiten im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz und vertreten seit dem Jahr 2005 Menschen …
Diese Missstände wurden von einer Besuchskommission der Volksanwaltschaft Ende Oktober 2015 erhoben. Auf Verbesserungsvorschläge wurde bisher vom Land Salzburg, dem …
Das Salzburger Bezirksgericht Thalgau hat erneut die Dauermedikation von zwei Bewohnerinnen des Salzburger Behindertenheims Konradinum für unzulässig erklärt, berichtet der Standard …
Am 9. März 2016 bedankt sich Landeshauptmann-Stellvertreter und Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) für die Zusendung eines Belegexemplares von BIZEPS-INFO, in …
„Was im Konradinum passiert ist, kommt nicht überraschend. Seit Monaten warnen Expert:innen vor Personalmangel und Überlastung – die schwarz-blaue Landesregierung …
Ein vom Land Salzburg betriebenes Behindertenheim – das Konradinum in Eugendorf – schlug vor Jahren medial Wellen. Es wurde bekannt, …
In ihrem Vortrag beschäftigten sich Mag.a Petra Flieger und a.o. Univ. Prof. i.R. Dr. Volker Schönwiese auch mit dem Thema …
Rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember organisiert die Salzburger Plattform für Menschenrechte anlässlich des 20jährigen Bestehens eine Aktion …
Der ORF-Bericht in „Salzburg Heute“ vom 7. März 2019 zeigt einmal mehr, wie sehr das Konradinum zum Politikum geworden ist, und …
„Ein Heim ohne Barmherzigkeit“ betitelte der „Standard“ seinen Bericht über das „Netzwerk St. Josef“ in Mils. Ehemalige MitarbeiterInnen berichteten von …
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Im Awenda Provincial Park in Ontario, Kanada, gibt es einen Wanderweg, der auch ein Stück am Strand vorbei führt. Damit …